Geschenke, die man nie vergisst 

Viele Geschenke verschwinden irgendwann in einer Schublade oder geraten in Vergessenheit. Andere sind noch Jahre später mit einer besonderen Erinnerung verbunden. Drei Menschen erzählen von einem Geschenk, das für sie bis heute eine ganz besondere Bedeutung hat. 

19-06-20264 min LesezeitMoment
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Vincent (34) – Abschluss seiner medizinischen Promotion 

„Als ich meine Promotion in der Medizin abgeschlossen hatte, schenkten mir meine Eltern eine Armbanduhr. Sie hatten vorher kein Wort darüber verloren, daher kam das Geschenk völlig überraschend. Ehrlich gesagt interessierte ich mich damals überhaupt nicht für Uhren. Ich trug zwar eine, aber es war einfach ein schlichtes Modell.“  „Das hat sich inzwischen geändert. Natürlich schaue ich jeden Tag auf die Uhr, um zu sehen, wie spät es ist. Aber fast jedes Mal denke ich auch kurz an diesen besonderen Moment zurück – an die vielen Jahre des Studiums, die Forschungsarbeit und den erfolgreichen Abschluss meiner Promotion. Dadurch ist die Uhr für mich viel mehr geworden als nur ein Zeitmesser.“ 

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Ton (51) – Zehnjähriges Dienstjubiläum 

„Als ich zehn Jahre in dem Steuerberatungsunternehmen gearbeitet hatte, in dem ich bis heute beschäftigt bin, bekam ich eine besondere Wahlmöglichkeit. Ich konnte mich entweder für ein zusätzliches Monatsgehalt entscheiden oder denselben Betrag in Gold investieren. Ich habe mich für das Gold entschieden.“ 

„Ein zusätzliches Gehalt geht im Alltag oft schnell für die laufenden Ausgaben drauf. Ein Goldbarren schien mir eine viel schönere Erinnerung an diesen Meilenstein zu sein. Ich besitze das Gold noch immer, und sein Wert ist inzwischen deutlich gestiegen. Es erinnert mich nicht nur an den Wert des Goldes selbst, sondern auch an zehn schöne Jahre in ein und demselben Unternehmen.“ 

Bea (72) – Schenken zu Lebzeiten 

„Für meine beiden Kinder kaufe ich am Ende jedes Jahres einige Goldmünzen. Nicht, weil ich erwarte, dass sie morgen schon etwas damit anfangen, sondern weil es mir Freude bereitet, schon jetzt etwas für sie zurückzulegen. Man nennt das doch Schenken zu Lebzeiten, oder?“ 

„Vielleicht können sie sich später einmal etwas Schönes davon kaufen. Das wird sich zeigen. Für mich geht es vor allem um den Gedanken, Jahr für Jahr etwas beizutragen. Daraus ist eine kleine Tradition geworden, die hoffentlich eines Tages durch die damit verbundenen Erinnerungen genauso wertvoll sein wird wie durch das Gold selbst.“