In der Rubrik Zeit für einen Klassiker erkunden wir jeweils die Geschichte einer bestimmten gebrauchten Uhr. In dieser Nummer stellt uns Leon seine Rolex Datejust 16013 vor. Dieses Modell hat schon seit Jahrzehnten einen festen Platz in der Welt der Uhren, aber diese Ausführung ist doch etwas Außergewöhnliches.

Für Leon ist dies eine ganz besondere Uhr, da es seine erste Rolex war. „Mir ist sofort das Zifferblatt aufgefallen, so etwas sieht man nicht oft.“ Es handelt sich um das sogenannte Buckley-Dial mit römischen Indizes, die direkt auf das Zifferblatt gedruckt sind, in Kombination mit geraden Zeigern.
Der Name geht auf den New Yorker Vintage-Uhrenhändler John Buckley zurück, der diese Art von Zifferblatt populär machte. Diese Varianten waren anfangs weniger beliebt, sind aber inzwischen begehrte Sammlerstücke. Man findet dieses Zifferblatt nur bei Vintage-Ausführungen der Datejust- und Day-Date-Modelle.
Leon kaufte die Uhr im Jahr 2024; sie befand sich zu dieser Zeit in schlechtem Zustand. „Die Uhr hatte klare Abnutzungserscheinungen und musste dringend gewartet werden. Aber gerade das zog mich an. Nicht der Zustand, sondern das, was sich dahinter verbarg.“ Nach guter Pflege und Wartung ist die Uhr jetzt wieder einwandfrei. „Ich trage sie fast täglich. Sie ist wie ein treuer Vierbeiner, den man von der Straße gerettet hat. Eine Perle, die zu neuem Leben erweckt wurde.“
Die Datejust 16013 wurde von 1977 bis 1988 hergestellt – in einer Zeit, in der Rolex viele seiner charakteristischen Designs weiterentwickelte. Über die Produktionszahlen gibt Rolex keine Auskunft. „Das macht es besonders interessant. Man muss auf die Details achten“, erklärt Leon. „Bei dieser Ausführung liegt die Unterscheidungskraft vor allem im Zifferblatt und im Zustand der Uhr.“
Für Leon bemisst sich der Wert einer Uhr nicht nach ihren Papieren oder ihrem Zubehör. „Dokumente lassen sich fälschen, und auch eine passende Uhrenbox lässt sich oft noch irgendwo finden. Aber die Originalität und der Zustand, das sind Merkmale, die wirklich zählen.“ Gerade bei Vintage-Uhren sind das entscheidende Kriterien. „Was gut erhalten ist, wird selten. Und was selten ist, fällt auf.“
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