In der Rubrik „Zeit für einen Klassiker“ erkunden wir jeweils die persönliche Geschichte von Armbanduhren. Heute berichtet uns Bart von seinem Pre-owned IWC Portugieser Chronographen. Bart hat den landwirtschaftlichen Betrieb von seinem Vater übernommen, jedoch zu seinen eigenen Bedingungen: Der Betrieb musste drastisch nachhaltiger werden. Als sich diese Überzeugung auszahlte, hat er sich diese bemerkenswerte Armbanduhr gegönnt.

Bart wuchs in der Nähe von Leeuwarden (Friesland) auf dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb auf, den sein Großvater einst begründete. Als sein Vater in Rente gehen wollte, stand er vor der Entscheidung: übernehmen oder verkaufen. Bart entschied sich für die Übernahme, aber zu seinen eigenen Bedingungen: das Unternehmen musste drastisch nachhaltiger werden. „Mein Umfeld war skeptisch. Aber ich glaubte daran.“ Als die ersten Saisons bewiesen, dass es möglich war, kaufte er sich selbst eine Uhr. Pre-owned, denn wer sein Unternehmen nachhaltiger gestaltet, beschränkt sich nicht nur auf das Land. „Ich bemühe mich, alles bewusst zu konsumieren, auch privat. Pre-owned bedeutet weniger Verschwendung und mehr Uhr für‘s Geld.“
Der IWC Portugieser Chronograph ist groß und funktional. Das schlichte Zifferblatt mit arabischen Ziffern, die schlanke Lünette, die zwei Hilfszifferblätter — das ist eine Uhr, die aussieht, als würde sie einem Zweck dienen. Und die zu Bart passt. „Ich brauche keinen auffälligen Glamour. Diese Uhr ist zwar etwas massiv, dafür aber absolut funktional. Sie ist präzise, sie ist klar und sie tut genau das, was sie tun soll.“
Die Geschichte der IWC Portugieser beginnt im Jahr 1939, als zwei portugiesische Geschäftsleute mit einer besonderen Bitte an IWC herantraten: eine Armbanduhr mit der Genauigkeit eines Schiffschronometers. IWC löste diese Aufgabe, indem es Taschenuhrwerke in ein großes Armbanduhrgehäuse einsetzte — für die damalige Zeit revolutionär. Das Ergebnis war eine Uhr, die nicht dem vorherrschenden Modegeschmack entsprach, technisch jedoch ihresgleichen suchte. Der moderne Portugieser Chronograph, der in den 1990er-Jahren eingeführt wurde, baut auf genau dieser Philosophie auf: Funktion vor Form, Präzision als Grundsatz.
Bart trägt die Portugieser zwar nicht, wenn er im Rübenmatsch steht, aber ansonsten eigentlich immer. Bei Geburtstagen, in Meetings — und manchmal einfach an einem ganz normalen Wochentag, weil er Lust dazu hat. „Jedes Mal, wenn ich darauf schaue, denke ich an diese erste Saison. An die Zweifel der anderen — und an meine eigene Überzeugung, dass es funktionieren würde. Dieses Gefühl möchte ich nicht vergessen.“
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